
Willst du wirklich ewig der Vorturner sein?
Das ist keine betriebswirtschaftliche Frage. Das ist eine Lebensfrage! Willst du der sein, der immer vorne steht, alles weiß, alles entscheidet, alles trägt? Oder willst du ein Unternehmen, das auch dann atmet, wenn du gerade mal nicht da bist? Ich war sehr jung, als ich zum ersten Mal in einen Betrieb hineingeschaut habe, der aus genau zwei Menschen bestand. Ein Inhaber, der arbeitete. Seine Frau, welche die Zahlen im Griff hielt und das Kundenmanagement. Mehr nicht. Schon damals lief mir ein Schauer über den Rücken. Urlaub? Schwierig. Krankheit? Katastrophe. Freiheit? Fehlanzeige.
Die Entscheidung
An diesem Tag fiel eine Entscheidung: Wenn ich jemals selbstständig werde, dann anders. Gestartet bin ich mit drei Mitarbeiterinnen, aus der Übergabe meiner Mutter. Überschaubar. Persönlich. Beherrschbar. Aber ich wusste: Wenn ich nicht in diese Zwei-Personen-Falle laufen will, muss ich wachsen. Nicht nur in Köpfen auf der Gehaltsliste. Sondern in Haltung.
Unternehmerisches Denken beginnt im Kopf
Unternehmerisches Denken beginnt nicht beim Besitz eines Unternehmens. Es beginnt im Kopf. Es geht nicht darum, wem der Laden gehört. Es geht darum, wie jeder im Team denkt und handelt. Für das große Ganze. Nicht für den eigenen Stuhl. Ich habe früh begonnen, Mitarbeitende in strategische Fragen einzubinden: Marktveränderungen, Investitionen, Preisstrukturen, Prozesse. Nicht als Alibi. Sondern ernsthaft.
Wer zukunftsfähig wirkte, bekam Verantwortung. Wer Ideen hatte, bekam Raum. Ich kann mich gut daran erinnern, dass ich zum damaligen Zeitpunkt die Unterstützung aus der „BW-Revolutionsecke“ (durch die „Marktlücke“ von Dieter Schneider) wie ein Löschblatt aufgesogen habe. Und wenn ich heute ab und an in seine späteren Bücher schaue, sehe ich, dass sie noch recht modern sind.
Wenn das Team mitdenkt
Das Team kam mit Vorschlägen: „Chef, wir sollten …“ „Warum machen wir nicht …?“ „Ich habe gesehen, dass …“ Man erkennt Chancen. Man löst Probleme. Man denkt über den eigenen Arbeitsplatz hinaus. Man versteht Markt, Wettbewerb und Marke. Eine Marke ist stark, wenn sie nicht vom Inhaber abhängt, sondern vom System. Von Menschen, die Verantwortung übernehmen. Die kreativ sind. Flexibel. Lösungsorientiert. Die auch die Jüngsten einbeziehen, damit Effizienz und Skalierbarkeit kein Zufall bleiben.
Warum das entscheidend ist
Weil Resilienz kein Zufallsprodukt ist. Weil Innovation nicht auf Anweisung entsteht. Weil Krisen wie eine Pandemie nur dann überstanden werden, wenn viele mitdenken. Unternehmen mit unternehmerisch denkenden Mitarbeitenden reagieren schneller. Sie bleiben kundennah. Sie bleiben wettbewerbsfähig. Nicht, weil einer alles weiß. Sondern weil viele Verantwortung tragen.
Aus der Praxis
Aus der Praxis. Aus Fehlern. Aus Weiterbildung. Wir schicken unsere Auszubildenden sofort zu unserem Lieferanten auf die Privatschule. Nicht wegen schöner Produktregale. Sondern wegen Haltung. Wer früh lernt, über den Tellerrand zu schauen, denkt anders. Handelt anders. Wächst anders. Heute drehen meine Frau und ich nur noch an Stellschrauben. Impulse. Korrekturen. Feinschliff.
Die eigentliche Freiheit
Der Motor läuft selbst. Das Team treibt das Unternehmen. Nicht aus Pflicht. Sondern aus Überzeugung. Und genau das ist die eigentliche Freiheit des Unternehmers: Nicht alles selbst zu machen, sondern Strukturen zu schaffen, in denen andere unternehmerisch denken.
Kontakt-Info
Jens Dagné | PRESSESTELLE
Gerhart Hauptmann Str. 64
67549 Worms – Germany
Neueste Beiträge









